Hallo… Unter Palmen stellt sich vor

Wir sind eine Gruppe von Leuten, die alle ein gehöriges Problem damit haben, wie wir und andere leben müssen. Denn diese Gesellschaft ist verdammt beschissen eingerichtet.

Leistungsdruck und allgegenwärtiger Konkurrenzkampf nerven uns tierisch. In der Schule oder im Job ist das am offensichtlichsten, aber auch sonst heißt es fast überall: besser, schneller, effektiver sein. Das geht so weit, dass wir uns selber dabei erwischen, Freundschaften und persönliche Beziehungen nach diesen Maßstäben zu bewerten. Unser ganzes Leben ist darauf ausgerichtet zu funktionieren und auf die eine oder andere Art verwertbar zu sein – selbst in unserer „Freizeit“.

Und das ist nicht zufällig so. Vielmehr hängt das mit der Gesellschaft zusammen, in der wir leben. Einer Gesellschaft, die ganz schön menschenfeindlich ist. Dass Leute unnötig sterben, gehört hier dazu. Sie sterben an den Außengrenzen Europas, in Kriegen und auf der Straße. Sie dürfen nicht leben wo sie wollen und der Zugang zu Lebensmittel und Medikamenten bleibt ihnen verwehrt. Und das, obwohl es von allem genug gäbe: Genug zu essen, genug Platz zum Leben und mehr als genug Menschen, die gemeinsam eine Infrastruktur und die Versorgung aller organisieren und sicherstellen könnten.

Soweit, so schlecht. Denn als wäre das noch immer nicht schlimm genug, werden überall auf der Welt Menschen in Gruppen eingeteilt und gegeneinander gewertet. Sie werden in verschiedene angeblich eindeutige „Hautfarben“ getrennt, in Männer* und Frauen*, Alt und Jung, gesund und behindert, hetero oder homo, schön oder hässlich. Da ist von „Herkunft“, „Volk“, „Kultur“ und oft von „natürlichen Unterschieden“ die Rede. Viele werden Aufgrund dieser Einteilung und den damit unterstellten Lebensstilen diskriminiert, verfolgt und getötet. Und auch hier handelt es sich um keine traurigen Einzelfälle. So ein Verhalten ist weit verbreitet und gesellschaftlich bedingt.

Diese ganze Scheiße ist absolut unerträglich und lässt uns manchmal auch verzweifeln. Darum haben wir begonnen darüber nachzudenken, uns zu informieren und zu diskutieren, wie das, was offensichtlich schief läuft miteinander zusammenhängt und wie es verändert werden kann. Viele dieser Gedanken und Ideen kommen von anderen. Viele vor uns haben diese Verhältnisse als Rassismus, Sexismus, Kapitalismus und und und bezeichnet und Theorien dazu entworfen. Diese linksradikalen Theorien haben wir für uns entdeckt und möchten euch Einführerendes dazu in dieser Zeitung nach und nach weitergeben. Wir sind gespannt, was ihr dazu sagt und freuen uns über Kritik und Feedback.

Was wir letztlich wollen ist ein Zusammenleben, in dem sich alle respektieren, frei von Zwängen sind und haben, was sie brauchen. Wir sind fest davon überzeugt, dass das möglich ist – Ein Leben wie Unter Palmen: Freiheit und Luxus für alle, ohne Kompromisse. Luxus bedeutet für uns schlicht, dass die Bedürfnisse aller voll und ganz zufriedengestellt werden können. Diese befreite Gesellschaft wird nicht von heute auf morgen entstehen und sie wird sich nicht von selbst verwirklichen. Aber wenn wir versuchen, die derzeitige Gesellschaft und ihre Zusammenhänge zu verstehen und ihnen eine Absage erteilen, kommen wir einer besseren Welt ein Stückchen näher.

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