Es ist #TagX und in Österreich ist es eiskalt.

Ein Blick ins Regierungsprogramm von FPÖ-ÖVP und es läuft einem mehr als nur ein bisschen kalt über den Rücken. Eisige Zeiten. Eigentlich reicht es ja schon, dass Rechtsextreme mit in der Regierung sind. Aber dazu kommt ein Regierungsprogramm, das nur so strotzt von einem widerlichen Menschenbild irgendwo tief verankert zwischen Neoliberalismus, Antifeminismus, Nationalismus und Rassismus. Ein paar Beispiele des geplanten Grauen:

  • 12 Stunden hackeln pro Tag;
  • wenn du im Sozialbau wohnst, wirst du regelmäßig dein Einkommen nachweisen müssen;
  • künftig musst du dein Handy und all dein Bargeld abgeben, wenn du in Österreich um Asyl ansuchst;
  • Studiengebühren für alle;
  • Pornos wirst du nur mehr schauen dürfen, wenn du deinem Internetanbieter sagst, dass du das wirklich willst (Internetanbieter werden verpflichtet, (wohl nicht nur) Porno-Seiten zu sprerren);
  • Jugendliche sollen wie Erwachsene bestraft werden, Bundestrojaner, Gesichtsscans, Arbeitslosengeldverkürzung, extra Schulen für Asylsuchende;
  • und und und … (Eine detaillierte Auflistung findet ihr auf derstandard.at)

IF WE DO NOT FIGHT THEY WILL TAKE AWAY _EVERYTHING_

Wir bleiben dabei: Eine gute Zukunft gibts nur, wenn endlich alle begreifen, dass Menschen gleich sind. Daraus folgt: keine Ausbeutung von Menschen, kein Kapitalismus, keine Homofeindlichkeit, keine Nation und „Überfremdung“ und Terror gibts da auch nicht. Die Möglichkeit für ein gutes Leben für alle ist da. Man müsste eine andere Gesellschaft nur einrichten. Der Staat hilft dabei nicht.

Trotzdem müssen wir in dieser Gesellschaft leben. Also was tun?
Nur nicht aufgeben und sich organisieren!

Organisieren, um Strukturen zu bilden, die unterstützen. Die dafür sorgen, dass Menschen nicht untergehen. Räume schaffen, in denen Menschen erst mal Menschen sein können. In denen man sagen kann, was man zu sagen hat; in denen man die Leute, die man gern hat, so gern haben kann, wie man möchte. Und in denen wir uns unterstützen unabhängig davon, was der die Gesellschaft dazu sagt.

Gemeinsam ist man lauter, stärker, kann schneller und besser reagieren und es macht einfach auch mehr Spaß.
Gemeinsam, kann dabei vieles heißen: Ein paar Freundeskreise, ein paar Bands, die Kolleg_innen vom Mittagessen oder Eltern vom Kindergarten Gänseblümchen, die sich zusammenschließen, um lauter zu sein und sich gegenseitig unterstützen.
Denn jede der kommenden widerlichen Gesetze trifft uns, wenn nicht direkt wie Arbeitslosengeldkürzungen, Internetzensur oder noch mehr Überwachung, dann in unserer Solidarität mit allen Menschen.

Also: Gemeinsam gegen die Scheiße ankämpfen, dagegen anschreien und anschreiben und sich helfen. Gründet eure eigene Gruppen oder tretet einer bei: In Wien gibt es schon zwei Gruppen, bei denen ihr Anschluss finden könnt: das Offenen Antifa-Treffen oder First Step, ein antifaschistisches Jugendtreffen.

Österreich, du Arschloch!

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