… in your butt?

Offen und mit unterschiedlichsten Leuten über Sex sprechen zu können, wäre großartig. Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen, Ängste anzusprechen, ohne Scham und Tabus.
Mir war das jedoch häufig nicht möglich. Dinge die mich wirklich interessierten blieben oft ungesagt. Damit bin ich nicht alleine, das weiß ich.
Trotzdem: das Sprechen über Sex zahlt sich aus, vor allem mit den eigenen Partner_innen.

– by raspberry

Was soll ich da groß reden?

Das kommt ein wenig darauf an. Grundsätzlich sollte es vor allem darum gehen, was du und deine Partner_in wollen. Zu sagen, welche Berührungen oder Situationen du geil findest, kann sehr cool sein. Viele Leute haben große Freude daran zu wissen, was der anderen gefällt. Nicht erraten zu müssen, was sich gut anfühlt, kann sehr entspannend sein.
Auch nett sind Gespräche über Vielleichts. Was ihr also vielleicht mal ausprobieren wollt, was euch spannend vorkommt, ihr aber noch nie gemacht habt oder euch noch nicht traut.
Dabei ist wichtig, aus dem Bedürfnisse-Äußern keinen Zwang zu machen. Es ist auch voll OK zu sagen: “mach einfach mal”. Solange ihr aufeinander vertrauen könnt und es immer möglich ist, Stopp zu sagen, passt alles. Wenn eine_r von euch im Nachhinein merkt, das und das war doch nicht gut, ist es wichtig, zusammen einen Umgang damit zu finden.

Und bei welcher Gelegenheit?

Meiner Erfahrung nach, ist das ganz unterschiedlich. Jede_r hat unterschiedliche Vorlieben. Manchen ist es angenehm, vieles schon vor dem ersten Mal zu besprechen, anderen ist das egal. Die einen wollen währenddessen reden, den anderen fällt das am schwersten.
Am besten ist, einen Kompromiss zu finden, der für alle passt.
Ein Tipp toller Liebhaber_innen ist – egal wie gut man sich kennt oder wie oft man schon miteinander Sex hatte – mit dem Reden nicht aufzuhören. Einerseits lässt sich womöglich noch neues entdecken, andererseits hilft Kommunikation auch noch nach Jahren, um auf die Bedürfnisse aller zu achten.

Wie genau soll das dann aussehen?

Das wichtigste ist, gut zuzuhören und respektvoll mit Vorstellungen und Wünschen der anderen umzugehen. Das heißt jedoch nicht, dass du das dann machen musst oder sollst.
Wenn es schwer fällt: Es kann manchmal helfen, ganz grundlegende Fragen zu stellen. Also einfach ein Gespräch über ein Thema beginnen, dass erstmal nicht persönlich ist. Zum Beispiel: „Wie findest du, dass in Pornos am Ende Frauen meistens Sperma im Gesicht haben?“ Oder: „Was hältst du eigentlich davon, wenn Leute drauf stehen, ans Bett gefesselt zu werden?“ Klar: Damit ist die Katze schon halb aus dem Sack. Ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass es so trotzdem leichter fällt in die Startlöcher zu offenen Gesprächen zu gehen.

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