Interview: First Step

Seit März 2017 gibt es in Wien das antifaschistische Jugendtreffen First Step. In dieser Zeit hat sich viel getan. Wir haben mit First Step über die Zeit seit der Gründung, den Schulstreik gegen Schwarz-Blau und ihren aktuellen Plänen geredet.

UP: Wir haben ja in Ausgabe #2 schon mal ein Interview mit euch geführt, vermutlich gibt es aber immer noch genug Leute, die euch nicht kennen. Stellt euch doch bitte mal kurz vor.

Anna & Arthur: Also ich bin Anna, das ist Arthur, wir sind beide aus der antifaschistischen Jugendgruppe First Step. Alle zwei Wochen haben wir ein offenes Treffen, an dem es dann ein Abendprogramm gibt, dass für alle Interessierten zugänglich ist. Damit meinen wir entweder Vorträge und Workshops oder einfach nur gemütliches Beisammensein und Kochen. Alle sind willkommen, egal mit welchem Vorwissen. Wir sind vor allem junge Leute und setzen uns gemeinsam mit Politik auseinander. Gleichzeitig wollen wir auch voneinander lernen. Alle haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht und können diese gut in die Gruppe einbringen. Außerdem versuchen wir uns so auch gegenseitig zu unterstützen.

UP: Euch gibt es ja jetzt schon eine Zeit lang. Was hat sich seit eurer Gründung getan?

Anna & Arthur: First Step gibt es jetzt schon seit gut einem Jahr. Im März 2017 haben wir uns gegründet. Wir sind seit dem letzten Interview auch ein Stück gewachsen und immer noch kommen ständig neue Leute dazu, das ist ziemlich schön. Mittlerweile ist die Gruppe auch strukturierter geworden. Wir haben ein regelmäßiges Plenum auf dem alle Aufgaben beschlossen und koordiniert werden. Außerdem haben wir uns schon ziemliches Know-how angeeignet was öffentliches Auftreten, organisatorische Fertigkeiten, oder auch das Malen von Transpis angeht. Unser letztes großesProjekt war der Schulstreik im Dezember gegen die schwarz-blaue Regierungsangelobung, das war für uns ein ziemlicher Erfolg und auch ein Lernprozess. Wir wissen jetzt, wie wir uns gut absprechen können und wie wir miteinander kommunizieren müssen, damit dann alles gut hinhaut.

UP: Könnt ihr genauer erzählen was der Schulstreik war?

Anna & Arthur: Der Streik wurde von einer Vernetzung von verschiedenen sich selbst als links verstehenden Gruppen organisiert. Was uns zum gemeinsam Arbeiten gebracht hat, ist die Überzeugung, dass die schwarz-blaue Regierung massiven Sozialabbau, die Einschränkung der Freiheit, Rassismus und Sexismus massiv verstärken wird. Wir wollten gemeinsam mit Schüler_innen und mit anderen jungen Leuten unsere Stimmen erheben und gegen diese Regierung protestieren. Wir finden, dass uns die Mobilisierung zum Streik und dieser selbst ziemlich gut gelungen sind.

UP: Was ist euer derzeitiger Fokus und was sind eure Pläne für die nächste Zeit?

Anna & Arthur: Momentan besteht unserer Vernetzung mit den anderen Gruppen vom Streik noch. Wir finden es gut, dass Gruppen gemeinsam mobilisieren und alle Strukturen und Ressourcen nutzen, die sie haben. Seit kurzem haben wir jetzt ein FLINT-Treffen (ein Treffen nur für Frauen*, Lesben, Inter.-, Non-Binary.- und Transpersonen), und es haben sich verschiedenste Arbeitsgruppen rund um unterschiedliche Themen und Projekte innerhalb von First Step gegründet. Wir versuchen weiterhin Interessierte einzubinden und arbeiten gemeinsam an unserer Gruppendynamik.

UP: Vielen Dank für das Gespräch!

Für alle, die Interesse haben mal bei einem Treffen von First Step vorbeizuschauen: Hier findet ihr alle News rund um First Step, wie auch alle aktuellen Termine: https://www.facebook.com/firststepantifa/

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