Interview: Take Back The Streets

Seit letztem Jahr existiert der Zusammenschluss Take Back The Streets. Wir haben mit ihnen über ihre politische Arbeit und der diesjährigen 8.März-Demonstration gesprochen.

Bild by Bettina Frenzel (http://www.frenzel.at/)

UP: Stellt euch doch kurz mal vor: Wer seid ihr und wieso gibt es euch?

TBTS: Wir – take back the streets – sind ein Zusammenschluss von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel: eine Demo zum 8. März zu veranstalten. Abgesehen davon versuchen wir das restliche Jahr über vereinzelt auch unterschiedlichste andere niederschwellige Veranstaltungen zu machen. Manche von uns sind studentisch organisiert, was natürlich ein Vorteil ist, wenn wir z.B. Räumlichkeiten der Uni nutzen wollen.

UP: Was unterscheidet euch von anderen 8.März Demos?

TBTS: Bei unserer Organisation der Demo ist uns Barrierearmut besonders wichtig. Das bedeutet es gibt Gebärdensprache-Dolmetscher_innen für die Redebeiträge, eine möglichst barrierearme Route und Kinderbetreuung. Infomaterial liegt ausgedruckt auf und es gibt Sitzgelegenheiten. Was uns definitiv von anderen Demos unterscheidet ist unser Sexarbeiter_innenblock, der bei uns ganz vorne geht. Ungewöhnlich ist vielleicht auch unsere Einladungspolitik: 2018 war unsere Demo offen für alle Geschlechter, damit auch Cis-Männer sich solidarisch zeigen können. Trotzdem achten wir beim Demozug ganz besonders auf FLI*NT-Sichtbarkeit.

UP: Wie war die Demo?

TBTS: Sehr cool. Die Stimmung war echt gut und es  waren viele Gruppen mit verschiedensten Anliegen anwesend. Viele davon waren im Jahr davor noch nicht dabei. Knapp 1500 Leute waren gemeinsam mit uns auf der Straße, es gab Redebeiträge und Performances.  Wir freuen uns über alle, die unsere Grundsätze vertreten und sich dieses Jahr solidarisch gezeigt haben. Die monatelange Vorbereitung auf die Demo hat sich auf jeden Fall gelohnt.

UP: Welche Schwierigkeiten haben sich für euch ergeben?

TBTS:
Bei der Demo gab es am Anfang eine ziemliche Verspätung, das hat dann unseren ganzen Zeitplan durcheinander gebracht. Die Schweigeminute hat nicht ganz so gut funktioniert wie erwartet, das werden wir definitiv nächstes Jahr verbessern. Auch der Infotisch hat leider nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen.  Eine Schwierigkeit war auch, dass wir trotz der langen Vorbereitung den Großteil der Arbeit in den letzten Wochen gemacht haben. In Zukunft werden wir also definitiv früher mit den Vorbereitungen anfangen, um den Demoablauf nächstes Jahr noch besser und weniger stressig für uns machen zu können.

UP: Vielen Dank für das Gespräch!

 

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